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2. CCC Organoid Meeting

Austausch neuer Erkenntnisse in der Präzisionsmedizin

Das zweite Organoid-Treffen des Comprehensive Cancer Center Vienna, zu dem die Host Johannes Gojo und Michael Bergmann am 9. Februar 2026 eingeladen haben, zog rund 110 translationale Forscher:innen und Kliniker:innen an. Das Treffen präsentierte 3D-Zellkultursysteme, sogenannte Organoide, aus einer Vielzahl von Geweben und zeigte, wie diese zur Untersuchung der Tumorentwicklung eingesetzt werden können. Es bot eine hervorragende Gelegenheit zum Austausch, Networking und zur Diskussion.

Die CCC-Organoid-Community traf sich zum zweiten Mal um aktuelle Erkenntnisse über die Organoid-Technologie für die Präzsisionmedizin auszutauschen. Das Treffen deckte unterschiedliche soliden Tumore ab, mit einem starken Fokus auf Hirntumoren, Sarkome und Tumore der Bauchhöhle. Die Forscher präsentierten neue technische Fortschritte und stellten komplexe Organoide vor, die gemeinsam mit Immunzellen und Endothelzellen kultiviert wurden, wodurch die Organoide dem ursprünglichen Tumorgewebe immer ähnlicher werden. „Omic-Analysen von Organoiden werden genutzt, um die Therapieresistenz verschiedener Tumorarten, aber auch die Entstehung seltener Tumoren wie bestimmter Hirntumorarten besser zu verstehen“, fasst Co-Gastgeber Michael Bergmann, Universitätsklinik für Allgemeine Chirurgie, zusammen.

Entwicklungen im Bereich der Präzisionsmedizin unter Verwendung der Organoid-Technologie
Helmut Dolznig vom Institut für Medizinische Genetik fasst drei Erkenntnisse des Meetings zusammen:
1.) vermehrte Analyse dieser Organoidmodelle mittels deskriptiver und funktioneller Experimente. Hier sind vor allem single cell sequencing zur  Charakterisierung der Zellheterogenität in vitro und deren Veränderung während funktioneller Intervention (z.B. durch Therapie) zu erwähnen.
2.) hohes Interesse an der Interaktion von Organoiden mit dem „Microenvironment“.  Integration von Organoidmodellen in ihre strukturelle Umgebung. Analyse der Zellkommunikation von Organoiden mit den umgebenden Zellen um die in vivo Situation besser abzubilden. Nachbildung des umgebenden Microenvironmemnts  bzw Integration von Tumormodellen in Organoideodellen, die normale Organe widerspiegeln. (z.B Hirntumore in normalen, in vitro nachgebiledetem Hirngewebe), Verbesserung der in vivo Komplexität durch Integration anderer Zelltypen in Organoid Kokulturmodellen (wie z.B Bindegewbszellen , untershcieldichen Arten von Immunzellen und Blutgefäßen).
3.) Organoidmodelle als Validierung des Therapieansprechen

„Das ist es, worum es in der Wissenschaft geht“
„So rasant wie das Organoid-Feld wächst auch die CCC Organoid-Community. Wir sind jedes Jahr sehr gerne bei diesem inspirierenden Meeting aktiv dabei!“, so Nicole Amberg, Universitätsklinik für Neurologie. Matthias Farlik-Födinger, Universitätsklinik für Dermatologie zeigte sich nach dem Meeting begeistert: „Ein Treffen mit Freund:innen und Kooperationspartner:innen, um sich über die zahlreichen Möglichkeiten der Verwendung von Organoiden in der Präzisionsmedizin und darüber hinaus zu informieren. Ein inspirierendes und positives Zusammentreffen mit großartigen Diskussionen und neuen Perspektiven. Das ist es, worum es in der Wissenschaft geht. CCC rockt!“

Über institutionelle Grenzen hinweg entstanden neue Ideen. Insbesondere wurden auch Projekte vorgestellt, die auf der Grundlage des letzten CCC-Forschungsstipendiums entwickelt wurden und nun in große Konsortien eingebunden werden“, so Johannes Gojo, Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde und im Leitungsteam CCC Vienna. Der aktuelle Call zu den CCC Vienna Cancer Grants 2026 läuft gerade.

Das war das Programm des 2. CCC Organoid Meetings