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Zwei Abstractpreise für Onkologische Chirurgie an die Klinische Abteilung für Viszeralchirurgie der MedUni Wien

Bei der Jahrestagung der ACO-ASSO, Gesellschaft für Onkologische Chirurgie, 2026 wurden zwei der drei Abstractpreise an die Klinische Abteilung für Viszeralchirurgie der MedUni Wien vergeben.

1. Preis: Videogestützte Patient:inneninformation vor Pankreasoperationen (INFORM-Studie)

Den 1. Preis erhielt Assistenzärztin Charlotte Gustorff aus der Arbeitsgruppe Pankreaschirurgie (Oliver Strobel, Ulla Klaiber) für die randomisiert-kontrollierte INFORM-Studie („Impact of video-assisted preoperative patient information on patient-reported outcome and experience measures after pancreatic resection"). 

©ACO ASSO
v.l.n.r: Prim. Univ. Prof. Dr. Klaus Emmanuel FACS, Dr. Charlotte Gustorff, Priv. Doz. Dr. Stefan Löb, Assoc. Prof. PD Dr. Klaus Sahora

Eine geplante Bauchspeicheldrüsenoperation stellt für Betroffene eine Ausnahmesituation dar. Eine gute Aufklärung im Vorfeld der Operation soll Fragen beantworten und wichtige Informationen vermitteln. Im Rahmen der Studie erhielten Patient:innen vor einer geplanten Pankreasoperation zusätzlich zur Standardaufklärung Zugang zu Informationsvideos über den Eingriff und den perioperativen Ablauf. Untersucht wurde, wie sich dies auf Zufriedenheit mit der Information, Lebensqualität und das Behandlungserlebnis (Patient-Reported Outcome and Experience Measures) sowie auf das chirurgische Ergebnis auswirkt.

3. Preis: Patienteneigene Tumor-Immun-Kokulturen zur Testung von Radio-Immuntherapien (PATEC)

Rebecca Zirnbauer wurde für die Arbeit „Autologe Tumor-Immun-Erguss-Kokulturen (PATEC): funktionelle Ex vivo Testung von RadioImmuntherapie-Kombinationen" mit dem 3. Preis ausgezeichnet. Die Arbeit entstand in der Arbeitsgruppe Bergmann (Michael Bergmann, Johannes Längle). 

©ACO ASSO
Preisverleihung bei der Aco Asso Jahrestagung (v.l.n.r.): Prim. Univ. Prof. Dr. Klaus Emmanuel FACS, Dr.med.univ. Rebecca Zirnbauer, Priv. Doz. Dr. Stefan Löb, Assoc. Prof. PD Dr. Klaus Sahora

Bei PATEC werden Tumorzellen aus malignen Pleura- oder Peritonealergüssen gemeinsam mit den patienteneigenen Immunzellen kultiviert. So lassen sich Kombinationen aus Strahlentherapie, Immunaktivatoren und Immuncheckpoint-Inhibitoren direkt im individuellen Tumor-Immun-Milieu testen. Besonders wirksam waren Kombinationen aus Strahlentherapie und STING-Agonisten, wobei die Proben unterschiedlich stark ansprachen. Die Plattform soll künftig helfen, rationale Therapiekombinationen gezielter auszuwählen. 

Teile der beteiligten Forschungsgruppe werden zudem im Rahmen des Programms Klinische Forschungsgruppen (KFG) durch das Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung (BMFWF) und die Ludwig Boltzmann Gesellschaft (LBG) gefördert (Nr. LBG_KFG_2024_105).

Publikationen

Impact of video-assisted preoperative patient information on patient-reported outcomes after pancreatic resection (INFORM trial): a study protocol for a randomised controlled pilot trial.
Gustorff C, Turtschan L, Mühlbacher J, Leonhardt CS, Sahora K, Schindl M, Strobel O, Klaiber U. BMJ Open. 2025;15(10):e099937.
doi: 10.1136/bmjopen-2025-099937

Autologous tumor-immune effusion cocultures enable ex vivo functional profiling of radiotherapy-immunotherapy combinations.
Zirnbauer R, Ammon D, Mosleh B, Speiser N, Theophil A, Fabits M, Hoda MAR, Bergmann M, Laengle J. J Exp Clin Cancer Res. 2026;45(1):129.
doi: 10.1186/s13046-026-03707-5